RESSOURCES CRÉATIVES

DU FARNIENTE

KREATIVES

HANGING AROUND (SÜD)

  1. L’association ARTSCENICO à Dortmund (Allemagne) réalise depuis 2007 le projet d’artistes international HANGING AROUND, avec des expositions photos et des performances partout en Europe.

  1. In Dortmund realisiert die Künstlervereinigung  ARTSCENICO seit 2007 ein internationales HANGING AROUND-Projekt mit Fotoausstellungen und Performances.

  1. 22– 25  juillet 2008 à Marseille

  1. Nous nous y associons dans le SUD avec un atelier de recherche en images et en expression écrite/sonore ainsi qu‘avec un forum pluridisciplinaire du farniente (prévu en 2009)

  2. L’atelier d´été, animé essentiellement EN FRANÇAIS par une photographe et un poète-performeur s’adresse à des jeunes fainéants ainsi qu’aux ressourceurs créatifs du farniente. Ensuite, nous exposerons les photos, textes et corpoèmes en France et ailleurs.

  1. Wir nehmen seine geniale Idee auf

  2. und untersuchen unsererseits im

  3. Sommer 2008 das mediterrane

  4. Nichtstun. Fotografieren, Schreiben

  5. und Abhängen trainieren, darum geht’s in der von Paula Bonneaud (Fotografin) und Pierre Guéry (Lautpoet, Performer) in französischer Sprache geleiteten Werkstatt für junge Faulenzer aus aller Welt.

  1. Nous souhaitons associer au projet HANGING AROUND (SUD)  des artistes, des penseurs et des chercheurs méditerranéens qui expérimentent avec les RESSOURCES CRÉATIVES DU FARNIENTE et veulent  présenter, discuter et créer des DES NOUVEAUX USAGES DE LA VIE. Contactez-nous!!!


  2.  
  3. Da sich unser Projekt nicht auf die Werkstatt im Juli in Marseille beschränken wird, sondern zu einem pluridisziplinären Nachdenken über das subversive Potential des Nichtstuns führen soll, bitten wir Künstlerinnen und Künstler, die mit Werken, Texten und Konzepten etwas zu diesem Thema beitragen möchten, sich bei uns zu melden!! 

 

Ausdrucksformen des „Müßiggangs“ in Südeuropa - ein weites Feld! Hier gehört das FARNIENTE so unmittelbar mit zum Leben, dass die Grenze zwischen Abhängen und Lebenskunst fliessend wird.

Als Erika und klaus Mann 1930 die französische Riviera für einen Anit-Beadeker nach Sehenswürdigkeiten abfuhren, hielten sie erst einmal grundsätzlich fest:


Mondäner Zauber und bourgeoise Gemütlichkeit; Sport, gutes Essen und Bakkarat sind grosse Attraktionen; aber die grösste Attraktion ist das NICHSTUN. Die Riviera legitimiert es, dieses Dolce-far-niente, man braucht nicht einmal krank zu sein (...)

Deshalb lieben diese Küste alte Damen so, die auf der Welt nichts mehr zu tun haben, als mit dem Sonnenschirm eine Promenade entlangzuwandeln, und die Künstler, die, wenngleich ihrerseits passioniert fleissig, eine Atmosphäre von Trägheit um sich herum meistens lieben. (...)

Die Eingeborenen der Küste sind faul, faul mit Technik und mit Genuss. Viele Fischer in den kleinen Nestern der Côte arbeiten wöchentlich nur drei Stunden. Den übrigen Teil der sieben mal 24 Stunden lassen sie ihre Weiber die Netze flicken. Dafür leben sie anspruchslos, von Obst, Fischen, Gemüsen. Es sieht aus, als wären sie glücklich. - Dies allen New Yorkern und Berlinern zum Nachdenken.


(Das Buch von der Riviera, Edition Ebersbach, Berlin 2005, S. 14 f)

INFLUENCES/INSPIRATIONS/REFERENZEN

PAUL LAFARGUE


ARTHUR RIMBAUD


FRIEDRICH NIETZSCHE


MARCEL DUCHAMP


GUY DEBORD


RAUL VANEIGEM


BOB BLACK


CORINNE MAIER


PIERRE CARLES


DIE GLÜCKLICHEN ARBEITSLOSEN

Dès qu'il n'existe pas de contrainte physique ou autre, le travail est fui comme la peste.  Karl MARX (1844)

Denn das Leben und die Zeit des Menschen sind nicht von Natur aus Arbeit, sie sind Lust, Unstetigkeit, Fest, Ruhe, Bedürfnisse, Zufälle, Begierden, Gewalttätigkeiten, Räubereien etc. Und diese ganze explosive, augenblickhafte und diskontinuierliche Energie muss das Kapital in kontinuierliche und fortlaufend auf dem Markt angebotene Arbeitskraft transformieren. 

Michel Foucault, aus: Wahnsinn und Gesellschaft (1969)